Kärntner
VERANSTALTUNGSDATENBANK

Galerie

Barbara Ambrusch-Rapp/Barbara Bernsteiner: "System_Spiegelung"


Galerie im Schloss Porcia, Burgplatz 1, 9800 Spittal an der Drau
28. Aug. 2020, 19:00 Uhr - 25. Sep. 2020, 00:00 Uhr

Ambrusch-Rapp: "Mitmenschensuchbild"; Bernsteiner: "antropogener Bundrosenteiche_fluss-spiegelung"

Ambrusch-Rapp: "Mitmenschensuchbild"; Bernsteiner: "antropogener Bundrosenteiche_fluss-spiegelung"

Ambrusch-Rapp/Bernsteiner

„System_Spiegelung“

 

 Unter dem Titel „System_Spiegelung“ zeigen Barbara Ambrusch-Rapp und Barbara Bernsteiner ihre Arbeiten mit Tiefgang, Ironie und Subtilität.

Barbara Ambrusch-Rapp, Jahrgang ‘72, ist eine Multimediakünstlerin, die gerne mit ihrer eigenen Symbolik Kritik am System übt. Ob es sich um das Konsumverhalten, immer wieder mit dem Barcode thematisiert, oder die Genderfrage handelt, stets setzt sie dafür als Ausdrucksmittel vor allem ihr Gesicht, den Mund, Brust, Po, Bein und den weiblichen Schuh neben eingefügten Barcodes in ihrem eigenen Kosmos ein. Ein für sie typisch eingefärbter Hintergrund (das Rosa evoziert den Eindruck von Haut) bildet das Tableau für ihre Versatzstücke die eine Hinterfragung und Auslotung gesellschaftsrelevanter Themen sehr organisch behandelt. Dabei wird gezeichnet, collagiert, gemalt und zerstückelt. Genauso fragmentarisch arbeitet sie bei ihren Objekten, die fast raumfüllende Dimensionen erlangen können.

Barbara Bernsteiner, Jahrgang 1959, nimmt sich des Themas „Systhem_Spiegelung“ mit ihren neuesten Arbeiten in einer für sie ungewöhnlichen Buntheit an. Dem Thema geschuldet bedient sie sich an vorgefundenen Konsumgütern, die in bunten Farben in unzähliger Stückzahl wider besseren Wissens ungebrochen hergestellt, einmal benützt und dann entsorgt werden: den PET-Flaschen. Diese Flüssigkeitsbehältnisse landen oft unversehrt, oder als Microplastik in unseren Gewässern. Barbara Bernsteiner verwandelt sie zu ihren „anthropogenen Buntrosenteichen“, ergänzt mit anderen Plastiken und Kunstblumenteilen. Damit erzeugt Bernsteiner transparente, glitzernde Wasseroberflächen, die eine verzaubernde Wirkung ausüben, angelehnt an Monets Seerosenteich-Bildern. Hier ins 21. Jahrhundert übertragen, wobei das Material das erzählerische Moment übernimmt. In spielerischer, verführerisch glitzernder Art und Weise ergreift der Mensch Besitz von seiner Umwelt und das anthropogene Plastik ist einer der Hauptakteure.

 

Vernissage am 28.08.2020, 19 Uhr

Dauer der Ausstellung bis 25.09.2020

KONTAKT

Amt der Kärntner
Landesregierung

Abteilung 14 – Kunst und Kultur