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Musical & Oper

Gastspiel ARBOS - Uraufführung "Pfiff. Pfaff. Pfuff."


neuebuehnevillach, Rathausplatz 1, 9500, Villach
22. - 25. Jän 2020

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Kammeropern und Kurzopern 

"Pfiff . Pfaff . Pfuff ."

ist der Titel für eine Szenenfolge von Kammeropern und Kurzopern nach Szenen von Daniil Charms (1905-1942) , mit Musik der Komponisten Werner Raditschnig und Alexander Radvilovich mit folgenden Szenen:

"Historischer Einschnitt"

"Die Schamlosen"

"Dialog"

"Pfiff . Pfaff . Pfuff ."

"Störung"

"Historischer Einschnitt"

beschäftigt sich mit dem Revolutionsjahr 1917. In dieser dramatischen Szene findet Charms die Quintessenz der einsetzenden revolutionären Bewegungen des Jahres 1917, die einfach schlichtweg verschlafen werden, somit also eine Art traumatischer Wachzustand eintritt.

"Die Schamlosen"

versteht sich als große Oper in kurzer Form, in der die beiden großen Solopartien in Streit miteinander geraten, wer denn nun wen schlagen wird, bevor es zum Gemetzel kommt schreitet der Trommler ein und beendet den grotesken Streit.

„Die Schamlosen“

schildert aber auch die Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Gruppen der revolutionären Zeit Russlands.

"Dialog"

ist eine wortsymphonische Dichtung in Metaphern zur Frage, ob Vögel überhaupt fliegen können. In dieser auf den ersten Blick anmutenden einfachen dramatischen Szene liest es sich zwischen den Zeilen heraus, dass in der neuen Zeit der Sowjetisierung nicht von Vorteil ist, Situationen ungeschminkt darzustellen sondern diese besser in einer künstlerischen Umsetzung vorzustellen, also auf künstlerische Art und Weise den sozialistischen Realismus zu umgehen. 

Und der dramatische Text „Störung“kann dann als verdichtetes Protokoll einer Verhaftung gelesen werden, denn nur ungefähr ein Jahr nach der Niederschrift der Szene „Störung“ wird Charms selbst zur Zielscheibe einer Verhaftung. Inhaftiert stirbt Charms am 2. Feber 1942 während der Zeit der Blockade Leningrads durch die Deutsche Wehrmacht, die aus der Stadt an der Newa gelegen an der Peter-Paul-Festung vom 8. September 1941 bis zum 27. Jänner 1944 das größte Freilandkonzentrationslager des Zweiten Weltkriegs betrieben hat mit dem Ziel der physischen Vernichtung der Bevölkerung der Stadt durch Hunger, Terror und Bombardierungen. Die Deutsche Wehrmacht erhielt dabei auch massive Unterstützung durch Einheiten der Kosaken, der lettischen und estnischen Waffen-SS. Diese Situation der Auslöschung und Vernichtung der jüdischen und slawischen Bevölkerung Russlands hat Charms in der Szene

"Pfiff . Pfaff . Pfuff ."

mit ausgesuchter Ironie knapp und prägnant dargestellt in einer Art und Weise, dass sie sich musikdramatisch plastisch darstellen lässt.

Die künstlerische Umsetzung nun nutzt die Kombination von den Ausdrucksmöglichkeiten der neuen Musik in Korrespondenz zur visuellen Ausdruckskraft der Gebärdensprache als eine Art visuelle Musik. So entsteht neue österreichische Musik in Verbindung mit Gebärden.

Inszenierung: Herbert Gantschacher
Bühne: Sanzaba Dimna, Lichtgestaltung: Bidpai
Es musiziert das ARBOS-Kammerensemble
Es spielen und singen: Werner Mössler, Markus Pol, Markus Rupert und Adi Schober

"Johnny zieht in den Krieg - Johnny Got His Gun"

Musiktheater nach dem gleichnamigen Roman

von Dalton Trumbo

Der Autor und Regisseur Dalton Trumbo (1905-1976) hat sich mit dem Schicksal von Soldaten im Ersten Weltkrieg beschäftigt, die zu Kriegskrüppeln geworden sind. Besonders  hat  ihn  dabei  das  Schicksal  von schwerstverletzten Kriegsinvaliden interessiert.

Daraus entstand der Roman "Johnny got his gun". Grundlage für diesen Titel war der Aufruf "Johnny get your gun" ("Johnny hol deine Waffe"), mit dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts versucht wurde, junge US-Amerikaner für den Militärdienst zu begeistern.

"Es ist der entsetzlichste, erschütterndste Protest, der jemals gegen den Krieg erhoben wurde.” schrieb Walter Widmer nach der Lektüre dieses Romans.

Inszenierung: Herbert Gantschacher

Bühne + Kostüme: Sanzaba Dimna

Lichtgestaltung: Bidpai

Es spielen: Werner Mössler, Markus Rupert, Herbert Gantschacher 

"Sturmangriff - Niemals Helden"

Musiktheater nach August Stramm 

Der Hauptmann der Reserve, August Stramm (1874-1915), zählt zu den Tätern und Opfern im Großen Krieg, der in der Schlacht bei Horodec am 1. September 1915 beim Angriff auf russische Stellungen beim Dnepr-Bug-Kanal ums Leben kam. Der Dichter August Stramm zählt zu den frühen Vertretern der Moderne in der Literatur, der den Schritt in die Reduktion macht, daraus ergeben sich in der Sprachbehandlung seiner Gedichte Vernachlässigung grammatischer und syntaktischer Sprachregeln, die nur ein Ziel hatten, nämlich die größtmöglichste Intensität im Ausdruck und das Herstellen der Unmittelbarkeit der Situationen, die oft ein reflektiertes sprachliches Tun der Wirklichkeit des Krieges sind.

Inszenierung: Herbert Gantschacher

Musikalische Choreographie:            Amal Zwaisdrai

Bühne & Kostüme: Sanzaba Dimna

Lichtgestaltung: Bidpai

Es spielen: Werner Mössler, Markus Rupert,  Herbert Gantschacher

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