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Ausstellungen

Besichtigung Ausstellung Benediktinerstift St. Paul


Benediktinerstift St. Paul, Hauptstraße 1, 9470, St.Paul
27. Jun - 25. Okt 2020

5f03d4792158b75eac0000d2 Schatzhaus Kärntens Eingebettet in die fruchtbare Landschaft des unteren Lavanttales erhebt sich auf einem Felskegel das Stift St. Paul. Wo einst ein römisches Kastell und später die Burg der Spanheimer standen, siedelten 1091 Benediktinermönche aus dem berühmten Kloster Hirsau. Eine wechselvolle Geschichte kennt Zeiten der Blüte und des Niedergangs. Eine der umfassendsten privaten Kunstsammlungen Österreichs verleiht der heute noch lebenden Abtei das Prädikat Schatzhaus Kärntens. Sonderausstellung 2020 Lichtgestalt und Schattenwelt 300 Jahre Fürstabt Martin II. Gerbert (1720-1793) Beeindruckende Persönlichkeiten prägten die Geschichte Europas. Martin II. Gerbert war eine davon. Als Fürstabt der bedeutenden deutschen Abtei St. Blasien im Schwarzwald gilt er als Lichtgestalt des 18. Jahrhunderts. Er war nicht nur Theologe, sondern Historiker, Musiker und Diplomat und führte mit viel Geschick ein souveränes Fürstentum. Neben zahlreichen historischen Schriften verfasste er einen Leitfaden zur Regentschaft kleiner Fürstentümer, erließ eine Kleiderordnung für seine Untertanen, gründete eine Sparkasse und ein Krankenhaus sowie eine Sozialkasse zur Versorgung der Armen und eine Brauerei. Mit den Großen seiner Zeit stand er in regem Briefwechsel und genoss allgemeine Anerkennung. Kaiserin Maria Theresia schätzte Gerbert als Berater und die Päpste seine theologische Kompetenz. Zahlreiche Kompositionen zeugen von seiner musikalischen Virtuosität. Er war Visionär! Nach dem Großbrand seines Stiftes und dessen völliger Vernichtung, 1768, ließ er dieses nach modernsten Plänen wiederaufbauen und setzte vor allem mit der gewaltigen Kuppelkirche ein Denkmal der Architektur des Klassizismus. Seine bedeutende Kunstsammlung und seine umfassende Bibliothek genossen Weltruhm. Am Ende seines Lebens war Europa aus den Fugen geraten. Die Revolution in Frankreich, die zunehmende Säkularisation und drohende politische Umbrüche machten auch vor dem Schwarzwald nicht Halt. Das diplomatische Geschick Gerberts schaffte dennoch Stabilität. Erst Jahre nach seinem Tod wurde die Abtei aufgelöst und 1809 zog sein zweiter Nachfolger mit den Mönchen, dem beeindruckenden Klosterschatz und den Gebeinen der ersten Habsburger nach Kärnten, um in St. Paul neu zu beginnen. Heute wird dort der gewaltige Nachlass Gerberts, der zum Großartigsten zählt, was Europa hervorgebracht hat, verwaltet. Vieles, bislang noch Unbekanntes, skizziert das Leben eines Mannes zwischen dem barocken Prunk und dessen Lebensfreude und dem Wanken Europas am Ende dieser glanzvollen Epoche. Geöffnet bis 26. Oktober 2020 Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr

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